58GradNord - USA Roadtrip Antelope Canyon, Horseshoebend, Lake Powell
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USA-Reisetagebuch Tag 8 (7. Juli): Horseshoebend, Antelope Canyon und ein amerikanischer Strandabend

Puh, die Nacht war wieder mal warm, aber ansonsten schliefen die meisten in der Familie recht gut. Vor allem unsere Kleinen haben inzwischen ihren Rhythmus gut gefunden und müssen morgens fast immer geweckt werden… Unsere Versuche, Kontakt mit den Stockholmern zu bekommen scheiterten auch heute vormittag wieder kläglich. Auf allen uns bekannten Telefonnummern war leider niemand zu erreichen, so dass wir also im Moment nur abwarten konnten. Heute ließen wir es sehr langsam angehen. Wir hatten für den Nachmittag eine Tour im ”Lower Antilope Canyon” gebucht, weshalb wir es nicht eilig hatten. Die Kinder hatten sich inzwischen mit gleichaltrigen Kindern einer Familie aus Unna angefreundet, und waren zusammen mit ihnen am Vormittag im Hallenbad des Campingplatzes schwimmen und hinterher spielen. Wir nutzten also die Zeit bis zum Check-out um 11 Uhr heute maximal aus und fuhren um 10:59 oder so vom Platz (so genau nimmt es hier niemand).

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Wir fuhren dann erstmal zum Horseshoebend, wo der Coloradoriver eine 270-Gradkurve macht! Mal wieder sehr beeindruckend und Hunderte von Leuten, die alle die gleichen Bilder machten… manche wollten besonders beeindruckende Aufnahmen machen, vor allem spektakuläre Selfies, und wagten sich extrem nah an die Kante und den 300 m abfallenden Abgrund heran – da konnte einem fast schlecht werden… aber was tut so mancher nicht für ein tolles Foto!

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Danach ging es weiter zum Antelope Canyon vor den Toren der Stadt. Dort angekommen bezahlt man erstmal seine Gebühr für den Permit (wie gesagt, wir sind auf Indianergebiet; 8$/Erw, Kinder zahlen die Hälfte*) und dann noch die Gebühr für die Tour (20$/Erw, 12$/Kind für Kindern 6-12 Jahre, Kinder unter 5 Jahre sind gratis*). Und hier zahlt man cash – no credit cards accepted! Nach kurzer Wartezeit ging es zusammen mit unserem freundlichen Guide Brian in den Canyon. Man steigt über Treppen und Leitern in den unteren Teil des Canyons ein und läuft ihn dann quasi hinauf. Das ganze dauert eine gute Stunde und ist extrem kurzweilig, da man von den unterschiedlichen Gesteinsformationen so fasziniert ist, dass die Zeit wie im Fluge vergeht. Unser Guide Brian zeigte uns außerdem immer wieder spezielle Formationen wie ”The Lady in the wind” oder ”The Indian Chief” usw., und machte so die Tour nochmal extrainteressant. Auch kannte er wohl so jedes Kamera- und Smartphonemodell besser als die jeweiligen Benutzer (inklusive uns!) und zeigten allen, welche Einstellungen man wählen sollte, um die besten Bilder zu machen. Das Faszienierende war, dass man auf den Bildern hinterher Farben sehen konnte, die man in Wirlichkeit gar nicht zu Gesicht bekam. Der Trick ist wohl, nicht den Himmel mitzufotografieren und nicht zu blitzen, da die winzig kleinen Partikel in der Luft sonst die Aufnahmen zerstören. Aber seht selbst…

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Nach dem Besuch im Antelope Canyon machten wir uns nun auf den Weg zur Lone Rock Beach, ein ”Geheimtipp” der Familie B aus Berlin. Inzwischen hatten wir auch den genauen Weg aus dem Internet herausgesucht (dank WiFi auf dem gestrigen Campingplatz, unser AT&T Handy hatte ja immer noch keinen Empfang!!!!). Über den Staudamm am Lake Powell und einige Kilometer weiter bis über die Staatengrenze nach Utah. Kurz danach ging es rechts ab runter an den Strand. Für 12$ steht man hier direkt auf dem Strand am Wasser – einfach klasse. Ein bißchen wie die DOC-Campingplätze in Neuseeland… Vom Reiseblogg der Familie B wussten wir, dass mit den sandigen Wegen nicht zu spaßen war, weshalb B erstmal das Terrain zu Fuß erforschte, um den besten Weg nach unten ans Wasser zu finden und wir ihr schön langsam mit dem RV folgten. Unten am Wasser angekommen, dauerte es natürlich nicht lange, bis die Kinder ins Wasser sprangen, und nach einer Weile konnte auch H sich nicht mehr halten und sprang den Kindern hinterher in die Fluten. Und so verbrachten wir den restlichen Nachmittag vor allem mit Baden und Spielen am Strand.

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Die Zeit verging wie im Flug, und wir genossen wirklich diesen Nachmittag am Strand. Es wehte immer ein ziemlich warmer Wind, und die Temperaturen waren viel angenehmer als noch am Abend zuvor oben in der Stadt. Als wir schon fast auf dem Weg ins Bett waren, wollte L unbedingt noch ein Lagerfeuer machen, wie so viele andere hier am Strand. Er hatte am Nachmittag Treibholz zusammen gesammelt, und das zündeten wir nun an. Nun ja, dann durften natürlich auch die Marshmallows nicht fehlen, und so wurde es noch ein richtiger amerikanischer Lagerfeuerstrandabend… ein herrliches Gefühl so zusammen unter dem Sternenhimmel zu sitzen, das Lagerfeuer vor uns, die gebratenen bzw geschmorenen Marshmallows zu futtern… – Glück pur und ein Abend, an den wir noch lange zurückdenken werden.Lagerfeuer_wm

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*Eintrittsgelder Stand Juli 2015

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