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USA-Reisetagebuch Tag 26-29 (23.-26. Juli): San Francisco

Auf San Francisco waren wir schon sehr gespannt, nicht nur weil wir dort einen Freund von B aus der Schweizer Studienzeit und dessen Familie besuchen wollten, sondern auch weil wir schon so viel positives von und über SF gehört hatten. Es soll ja Leute geben, die bis zu 2-3 Wochen in dieser Stadt Urlaub machen – also musste es doch etwas besonderes in dieser Stadt geben.
Die Fahrt nach SF war recht anstrengend. Anfänglich zogen sich die kleinen und engen Straßen weiterhin durch den weitläufigen Yosemite. Da die California 140 schon seit einigen Tagen wegen Steinschlags/Erdrutschen gesperrt war, hatten der Verkehr auf den verbliebenen zwei Straßen zum und vom Yosemite noch zugenommen. Die Straßen um SF herum waren auch in einem ziemlich üblen Zustand, so dass wir ordentlich durchgeschüttelt wurden. Und der Feierabendverkehr tat dann sein letztes, so dass wir erst am frühen Abend bei den Freunden in Ross, nördlich von SF ankamen. Sie hatten wir seit der Hochzeit vor ein paar Jahren in Madrid nicht mehr getroffen, und inzwischen waren sie auch Eltern geworden. Obwohl ihre Kinder um einiges jünger waren als unsere, verstanden sie sich auf Anhieb, und T und L stürzten sich direkt auf alles Spielzeug, das es da so im Haus gab! Wir Eltern parkten erstmal mit vereinten Kräften unseren RV hinter dem Haus, was mit etwas Vorsicht bei den Bäumen links und rechtes der Einfahrt gut ging (ist ja nicht das erste Mal, dass wir einen Campervan durch enge Ein- bzw Ausfahrten manövriert haben).

Redwoods_wm

Am darauffolgenden Tag besuchten wir morgens den Muir Woods National Monument, ein Waldstück mit Redwoodbäumen in der Nähe. Gegen später fuhren wir dann mit der Fähre nach Downtown SF, vorbei am Hochsicherheitsgefängnis San Quentin und Alcatraz mit der Golden Gate-Brücke im Hintergrund. Das war eine sehr schöne Art, sich der Innenstadt von SF zu nähern. Und Glück mit dem Wetter hatten wir auch, da es selbst in der Stadt strahlend blauer Himmel und Sonnenschein und warm war, eher ein Ausnahme, wenn man den Ortsansässigen glauben darf! Im allgemeinen ist es in SF oft bewölkt und windig, und Jacke sowie lange Hosen sind oft angebracht. Wir schlenderten entlang des Piers, wo beim Erdbeben 1989 der Freeway zusammengebrochen war und man anstatt ihn wieder aufzubauen, den Pier renoviert und aufgerüstet hat. Hier kann man heute an einer wunderbaren Markthalle direkt am Fährhafen shoppen gehen, sich am Pier 39 für teuer Geld so einiges leisten (6$ für eine einfache Wurst im Brot!!!) und einfach die Atmosphäre genießen. Auch am Tag danach fuhren wir noch einmal in die Stadt, um das touristische Pflichtprogramm zu absolvieren. Unter anderem fuhren wir mit dem Wagen unserer Freunde die Lombard Street hinunter (hätten wir mit unserem RV nicht geschafft, und ist auch verboten). Wir besuchten u a den italienischen und den chinesischen Teil der Stadt, aßen in einem „Hamburger Gourmetrestaurant“, das eigentlich mehr ein einfacher Diner war, und deren Ham- und Cheeseburger vorzüglich schmeckten! Wir schafften es sogar mal ganz kurz, die Stockholmer und Berliner zu treffen, die auch inzwischen nach SF gekommen waren, und auf einem Campingplatz gleich südlich der Stadt übernachteten.

Pier39_wm

An jenem Samstagabend gab es bei unseren Freunden in Ross ein Barbecue, zu dem auch noch ein anderer ehemaliger Studienkollege von B mit seiner Familie dazustoß. Auch er lebt inzwischen in der Gegend um SF. Den Abend ließen wir dann vor einem wunderschönen Kaminfeuer im Freien ausklingen…

Gurken_wm

Am letzten Tag besuchten wir noch einen der vielen Farmer’s Märkte in der Nähe, auf dem es so ziemlich alles zu kaufen gab, was das Herz begehrt. Hier haben wir z.B. Gemüse gesehen und gegessen, das wir gar nicht kannten. Ganz zu schweigen von z.B. Armenischen Gurken u a. Die Hitze machte uns recht zu schaffen, so dass wir den Nachmittag zuhause bei unseren Freunden verbrachten, bevor wir am späten Nachmittag nach Sausalito zum Abendessen am Yachthafen fuhren. Gegen später, die Sonne war bereits untergegangen, fuhren wir nochmal mit dem Wagen in die Stadt und passierten auf dem Weg zum vierten Mal die Golden-Gate-Brücke, doch nun mit viel weniger Verkehr als noch am Tag zuvor. Wir hatten es ja nicht geschafft, Cable Car zu fahren , weshalb wir das nun bei Nacht nachholen wollten. T war die Fahrt direkt unheimlich, und auch L fand es stellenweise etwas unangenehm, durch die Nacht zu düsen, wenn beide Eltern an der Seite aus dem Cable Car raushängten… waren auch beide Kinder schon recht müde. Wir Eltern hatten aber unseren Spaß!!!

GG_wm

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen, waren wir doch mit den Stockholmern an der Küste verabredeten. Sie waren am Vortag schon bereits nach Santa Cruz gefahren und hatten unter anderem im kalten Pazifik gebadet. Wir hatten ausgemacht, uns in Monterey zu treffen, da wir schon seit langem geplant hatten dort, eine Waltour mitzumachen.

Dies nur in Kürze, im Moment haben wir wenig Zeit zum Schreiben (man ist ja schließlich im Urlaub), und unser Internet- und Stromzugang ist ziemlich begrenzt. Ein ausführlich Bericht über San Francisco folgt nach unserer Rückkehr im August, dann mit mehr Infos und ausführlichen Tipps über einen Besuch in dieser Stadt.

4 Kommentare

  1. Ja, San Francisco ist wirklich toll. Für mich persönlich die tollste Stadt der Welt.

    Leider habe ich den angekündigten ausführlichen Bericht zu San Francisco nicht bei euch finden können. Oder steht der noch auf der Todo-Liste?

    • Hallo Wolfgang,
      der Besuch in SF war in der Tat sehr schön. Zur tollsten Stadt der Welt hat es aber bei uns dann (noch) nicht gereicht!!
      Und leider hast du völlig recht… der Beitrag steht noch auf der viel zu langen To-do-Liste… aber vielleicht schaffe ich es ja dann irgendwann doch noch!!
      LG aus dem hohen Norden,
      Hartmut

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