58GradNord - mit Kindern in Las Vegas
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USA-Reisetagebuch Tag 15-16 (13.-14. Juli): Help, I need money for weed – das verrückte Las Vegas

Irgendwie waren wir nach all der schönen Natur der letzten Tage gar nicht so motiviert, das alles hinter uns zu lassen, um in eine heiße Stadt inmitten der Wüste zu fahren. Vor allem, da wir dafür auch noch sehr lange fahren mussten. Auf der anderen Seite waren wir alle auch recht gespannt auf Las Vegas, hatten wir ja schon so viel davon gehört und darüber gelesen. Und wir freuten uns nach einer Woche auch mal wieder auf eine Dusche. So ging es also in einer ca. fünfstündigen Fahrt runter in die Wüste und auf dem Highway nach Nevada. Ein ständiger Begleiter im Moment, sind die Geschichten von Narnia, die als Hörbuch die langen Autofahrten wie im Fluge vergehen lassen – auch ohne iPad & Co.

Wir hatten vor einigen Tagen mal wieder TripAdvisor befragt, da wir zu Ostern in Istanbul sehr gute Erfahrungen damit gemacht hatten. Man kann in Las Vegas sehr, sehr billig wohnen oder auch preisgünstig im Verhältnis zu dem Luxus, den bestimmte Unterkünfte bieten. Wir wollten im heißen Las Vegas auf keinen Fall in unserem RV übernachten, und buchten nach einer kleineren Recherche ein kleines Apartment im Marriot, das für unsere Zwecke optimal war, da es zentral nur ca 100 m vom Las Vegas Boulevard (dem Strip!) lag, allgemein sehr ruhig war (da es kein angeschlossenes Casino hatte wie die meisten anderen großen Hotels) und wir die Möglichkeit hatten, selber zu kochen. Außerdem gab es eine Waschmaschine und Trockner in der Wohnung, so dass wir mal unsere Wäsche inklusive der Bettwäsche waschen konnten. Die beiden Pools im 5. und 38. Stock wurden von uns auch gut angenommen (was soll man um die Mittagszeit bei der Hitze auch anderes machen), und dass sie dann sogar noch einen überdachten Parkplatz an der Hinterseite des Hotels hatten, machte die Sache perfekt! Die Aussicht vom 30. Stock (H hatte eine Wohnung im oberen Teil des Gebäudes „bestellt“) war klasse, und auch die geräumige Dusche wurde von allen geschätzt. Nur die große Badewanne im Schlafzimmer (!) konnten wir aus zeitlichen Gründen gar nicht nutzen, sehr zum Leidwesen unserer Kinder!

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Las Vegas ist schon wirklich eine verrückte Stadt, völlig unwirklich. Alles ist irgendwie fake, nicht echt, aber unglaublich faszinierend. Wie streunten am ersten Abend über den Boulevard, freuten uns an all den Lichtern und nachgebauten bekannten Wahrzeichen dieser Welt, wie der Pariser Eiffelturm, die Freiheitsstatue oder das Kolosseum von Rom usw. Wir wanderten durch verschiedene große Luxushotels und deren Casinos, schlenderten durch Einkaufszentren, aßen viel zu teures Eis und ließen es uns einfach gut gehen.

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Den Tag danach startete H mit einer frühen Lauftour am Strip bei behaglichen (?) 26 Grad morgens um 6 Uhr! Da begegnete man so manch übernächtigter Gestalt, die erst jetzt auf dem Weg nachhause war. Es waren aber auch schon unglaublich viel Leute dabei, alles wieder sauber zu machen. Die Gehwege wurden abgespritzt und geputzt, die Fassaden der Hotels und Grünanlagen, Rolltreppen usw. überall waren Leute zu Gange, um die Stadt wieder auf Vordermann zu bringen.

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Den Vormittag nutzten wir ein wenig zum Shoppen (in den Einkaufszentren erträgt man die Hitze besser, waren für heute 41 Grad angesagt). Dann machten wir uns auf den Weg zu einem Schalter von tix4tonight, einem Unternehmen, bei dem man Karten für die unterschiedlichen Las Vegas Shows um einiges günstiger bekommen kann, als an den üblichen Vorverkaufsstellen. Wir wollten den morgigen Geburtstag von H schon am Abend gebührend feiern (in Europa hätte er ja um diese Zeit bereits Geburtstag gehabt) und uns Karten für Cirque du Soleil besorgen. Es gab unterschiedliche Vorstellungen, und für die, die  wir uns ausgesucht hatten () gab es dann leider keine ganz billigen Karten mehr, aber man lebt ja nur einmal.. und außerdem haben wir nicht einen einzigen Dollar in den Casinos gelassen. Und wir haben es wirklich nicht bereut. Die Vorstellung war einzigartig. Da stimmte einfach alles, das Bühnenbild (ein Bühne mit allen technischen Raffinessen, um in kürzester Zeit sehr unterschiedliche Szenen zu ermöglichen), einzigartige Akrobatik, tolle Musik und Kostüme… die ganze Familie genoss die 1.5-stündige Vorstellung sehr. Das Ganze wurde zudem in einem eigens dafür konstruierten bzw dekorierten Theater im MGM-Hotel aufgeführt, was der Vorstellung einen passenden Rahmen verlieh.

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Nach der Vorstellung schlenderten wir noch eine Weile den Boulevard entlang und ließen uns noch ein weiteres mal von dem abendlichen Wasserspielen vor dem Hotel Bellagio faszinieren. Zu später Stunde machten wir uns dann auf den Heimweg und schliefen auch recht schnell ein. Wollten wir uns doch am nächsten Morgen nicht allzu spät auf den Weg machen.

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Und hier noch einen kleinen Vorgeschmack auf Kà:

FAZIT:

  • Las Vegas ist eben Las Vegas, und man muss es nehmen für was es ist
  • Kinder? Ja, auf jeden Fall; vielleicht nicht mit ganz kleinen, aber für unsere Kinder (7 + 10 Jahre) war es optimal
  • Um die Mittagszeit sollte man die Sonne meiden, am besten am Hotelpool verweilen oder in einer Shoppingmall einkaufen
  • Wohnung statt „richtigem“ Hotel, da ist man flexibler mit dem Essen und hat ein wenig mehr Platz, wenn sich mal am Tag von den Strapazen der Stadt erholen möchte
  • Mittagszeit = heiße Zeit, verbringt man am besten am Pool oder beim Einkaufen

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